Historisches Stadtspektakel in Kronach Historisches Stadtspektakel in Kronach (Bildrechte: Schinzel-Lang) Historisches Stadtspektakel in Kronach (Bildrechte: Schinzel-Lang) Historisches Stadtspektakel in Kronach (Bildrechte: Stadt Kronach) Historisches Stadtspektakel in Kronach (Bildrechte: Stadt Kronach) Historisches Stadtspektakel in Kronach (Bildrechte: Dr. Kerstin Löw) Historisches Stadtspektakel in Kronach (Bildrechte: Dr. Kerstin Löw) Historisches Stadtspektakel in Kronach (Bildrechte: Dr. Kerstin Löw) Historisches Stadtspektakel in Kronach (Bildrechte: Dr. Kerstin Löw)
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Tapfere Weiber von Kronach

Tapfere Kronacher Weiber (Walter Schinzel-Lang) Tapfere Weiber beim Schwedensturm (Stefan Wicklein) Schwedenmassakrieren (Walter Schinzel-Lang)

Die stattlichen und wahrhaft tapferen und wehrhaften Weiber von Kronach, vulgo “Pfundsweiber“ genennet die „Zierde der Alten Crana“

Uns gibt es als Gruppe seit 2001. Das Eintrittsgewicht der auch "Pfundsweiber" genannten Exemplare muss eigentlich mindestens 5/9 Kronacher Simmra (Simmern = einst ein Sommer-getreidemaß) betragen, was bedeutet, dass die Betreffende ca. 86 Kilo heutigen Maßes auf die Waage stellen muss. Jede von uns erhält einen "historischen" Namen (z.B. „Achterla“, „Brei-waafn“, „Ratznboudera“, „es Notnäjcherla“, „es Luntenzejcherla“).

Die Legende sagt, dass ein belagernder "schwedischer" Obrist das Kampfgeschehen um Kronach mit den Worten kommentierte: "Die Kronacher kämpfen wie die Teufel, aber ihre Weiber sind neunmal schlimmer!".

In der "Chronik von 1661" von Hanß Nikolaus Zitter wird das im März 1634 für die Kronacher so erfolgreiche Abwehrgeschehen (immerhin ließen seinerzeit ungefähr 300 Feinde, aber nur 9 Kronacher, davon 1 Frau, die nicht im Kampf fiel, sondern von einem herabstürzenden Balken in ihrem brennenden Haus erschlagen wurde, ihr Leben) so beschrieben: ".. mit Pflastersteinen, welche unser Weibsvolck und Dienstmägd häuffig hinzu trugen, auch im untern Brauhaus die Pfannen anschüren und heisses Wasser machen mußten, (den Feinden) starck begegnet, auch hinaus uffm Platz mit solchen Steinen unter die Völcker wurff, daß es viele blutige Köpff setzte ...".

Deshalb reichen wir auch gerne das von unserem Fourir destillierte "Schwedenblut", das vom "Achterla" (= die bessere(?) Hälfte des seinerzeitigen III. Viertelmeisters der Oberen Stadt) mit dem "Archiepiscopalis" (= ein kleiner Holzlöffel, der 2003 vom fürstbischöflichen Nachfolger, dem traditionsgemäß im Volksmund "Erdbeerschorsch" genannten Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick, durch einen kräftigen Schluck geadelt wurde) kredenzt wird.

Wenngleich keine direkten Quellen zu dem glorreichen Einsatz der Weiber aufzufinden sind (die betreffenden Stadtprotokoll-Bände zu den erfolgreichen Kampfjahren sind leider verloren gegangen), so dürfte doch wohl einiges Wahres an der Erzählung sein, zumal die Kronacher Frauen ja traditionsgemäß die alljährliche Schwedenprozession am Sonntag nach Fronleichnam anführen (dürfen).

Wir haben auch mehrere Kampfrufe:

"Wir senn kaana Zeijcherla, etzt geht's dem Schweijd ans Kräjcherla!"
(schwer zu übersetzen, aber ungefähr so: Wir sind keine schwächlichen Zimperliesen, jetzt geht‘s dem Schweden an den (kleinen) Kragen!) und

"Heijdn, deijdn, sagn die Schweijden, wenn mer ner des Kronich heijden,
unner Kronich kriejgt ihr nije, wir senn stark durch Kaiser-Bier!"
(auch nicht leicht zu übersetzen, aber ungefähr so: Hätten, täten, sagen die Schweden, wenn wir nur das Kronach hätten, unser Kronach bekommt ihr (aber) nicht, weil wir stark durch Kaiser-Bier sind!)

 

Kontakt:
Gisela Lang
Schulweg 3
96364 Marktrodach
Tel.: 09261-51237